Filmen und Fotografieren mit Ultraleichtflugzeugen

Schon seit einigen Jahren halte ich möglichst jede Flugsaison in einem kurzen

Erinnerungsvideo fest.

Anfangs noch mit Super8 Videokamera, später mit Digital-Tape, dann HD Kameras.

Die immer gleichen Aufnahmen von startenden und landenden Flugzeugen sind allerdings, auf

Dauer, nur von Hardcore Flugzeugfans zu ertragen.

Die Videokamera während des Fliegens in der Hand zu halten brachte auch meist eher

verwackeltes Bildmaterial hervor.

Um ca. 2010 erschienen die ersten bezahlbaren Actionkameras, und haben die Möglichkeiten

unser schönes Hobby auf Film festzuhalten, vervielfacht.

 

Die doch recht hohen Anschaffungskosten einer Markenkamera veranlassten mich zunächst

eine günstige Alternative vom Discounter zu nutzen.

Nach einem Jahr im Einsatz war ich beim schneiden des Saisonvideos doch ein wenig frustriert, da da meine Aufnahmen, den Vergleich mit denen einer Action-pro X7, nicht standhalten konnten.

Also musste auch bei mir eine hochwertigere Kamera her.

 

Welche man da nimmt ist wohl „Glaubensfrage“, wie bei Smartphones (Apple, Samsung) und Küchengeräten(Thermomix) auch....

Ich habe mich, hauptsächlich wegen der vielen erhältlichen Zubehör und Befestigungsteilen für eine

Go Pro entschieden.

Beim ersten Flug habe ich die Kamera mit dem mitgelieferten Klebepad außen am Winglet befestigt.

Hielt ausgezeichnet, ein mulmiges Gefühl blieb aber schon.

Beim Trike ist die direkte Befestigung am Gestänge des Flügels eigentlich immer die sauberste Lösung, aber nicht immer kann man am Gerät rumschrauben wie es einem gefällt

(Haltergemeinschaften, Chartergeräte etc. ).

In einem Onlineshop für Windsurfer fand ich dann den Magnetpad-Halter welcher nahezu jede

Positionierung am Trike-Segel ermöglicht.

Ein Pad kommt über, das andere mit der Kamera unter das Segel.

Funktioniert übrigens auch bei Dreiachs Rohr-Tuch Geräten wie z.B. C42.

Das Gegenpad durch den Reißverschluss in den Flügel gesteckt und fertig.

Auch diese Befestigung hält allen Belastungen während des Fliegens(zumindest bis 150km/h) stand.

 

Einen Punkt zu finden an dem das Motiv möglichst viel hergibt, und gleichzeitig stabile Bedingungen einhält, ist das schwierigste.

Die Kamera mit dem Magnethalter mitten im Doppelsegel bewegt sich natürlich mit dem Wind,

starr am Rahmen befestigt überträgt man gerne mal Motorvibrationen.

All dies kann einem das schönste Video vermiesen.

 

Das nächste Problem war die Bedienung der Kamera.

Lässt man sie während des ganzen Fluges laufen, produziert man Gigabyte-weise Datenmüll.

Mit dem Smartphone in der Hand im Trike hantieren ist auch nicht das gelbe vom Ei.

In Unserem Diamant-Twin haben wir ein Telefon als Navigationsgerät fest installiert.

Auf dieses habe ich die die Fernbedienungs- App installiert, und somit immer einen einwandfreien

Überblick was ich gerade Filme, und immer die Möglichkeit ein und auszuschalten, bzw.

bei Fotos, auszulösen.

Anfangs nur als Videokamera angeschafft, habe ich die Actionkamera dann auch zum Fotografieren eingesetzt.

 

Möglichkeiten gibt es mehrere:

Video+Foto : Dabei macht die Kamera während des Filmens in einstellbaren Abständen Fotos.

 

Zeitraffer Foto: Im Grunde das gleiche, nur ohne Video.

 

Direktauslöser: Die Kamera macht immer dann ein Foto wenn der Auslöser gedrückt wird.

(Nur hier steht die höchste Auflösung zur Verfügung.)

 

Die Fotos aus der Abgebildeten Serie sind im Zeitraffermodus mit 1Bild/2sek. gemacht.

Das sind dann gerne mal 1000 Bilder pro Flug.

Die größte Arbeit macht es dann, die wenigen guten zu finden.

 

Ein paar kurze Videos sind auch in meinem Youtube Kanal „gargo2000“ zu finden.

 

 

 

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